Schweizer Klauenpflegevereinigung  SKV /ASPO
 

Das Projekt „Gesunde Klauen - das Fundament für die Zukunft“ verabschiedet sich:
Jetzt seid ihr dran! 

Zur Webseite

Das Schweizerische Klauengesundheitsprojekt war von 2019 bis 2026 aktiv, acht Jahre, in denen das Projektteam und die teilnehmenden Klauenpfleger gemeinsam an einem Ziel gearbeitet haben: Klauengesundheitsdaten bei der Klauenpflege digital zu erheben und die Klauengesundheit der Schweizer Kühe zu verbessern. Das Projekt hat einen erfolgreichen Abschluss gefunden, nun verabschieden wir uns und übergeben unsere Tätigkeiten in die Hände der Klauenpfleger, der Tierärzteschaft und der Schweizer Rinderzuchtverbände. Das Projekt wurde durch das BLW und verschiedene Sponsoren finanziert.


Die Vernetzung und Zusammenarbeit der Klauenpfleger, Tierärzteschaft und Betriebe bleibt auch weiterhin die entscheidende Grundlage für gute Klauengesundheit. Die digitale Infrastruktur des Projektes bleibt erhalten und hier stellen wir fachliche Informationen rund um Klauenpflege und Klauengesundheit zur freien Verfügung. Auch findet ihr hier die aktuellen Ansprechpartner für alle fachlichen und organisatorischen Fragen. Alle Unterlagen dürfen frei genutzt und in den Betrieben eingesetzt und abgegeben werden – wir freuen uns, wenn unsere Arbeit weiterhin im Stall ankommt!


Gerne möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen beteiligten Klauenpflegern, Tierhalter, Bestandestierärzten und natürlich den Sponsoren bedanken. Gemeinsam können wir auf ein erfolgreiches Projekt zurückblicken – und darauf aufbauen, um die Klauengesundheit unserer Kühe langfristig weiter zu stärken.
- das Projektteam
 


Rückblick

Datenerfassung, Digitale Infrastruktur und Datennutzung Zentrale Bestandteile des Projektes waren

  • die Ausbildung der Klauenpfleger
  • die digitale Dokumentation der Klauenbefunde
  • das Monitoring und Benchmarking der Klauengesundheit auf den teilnehmenden Betrieben
  • o Berechnung von Vorkommenshäufigkeiten
    o Ermittlung von Risikofaktoren für bestimmte Klauenerkrankungen
    o Entwicklung von Massnahmen gegen bestimmte Klauenerkrankungen
    o Berechnung der neu entwickelte Zuchtwertschätzung zu Klauengesundheitsmerkmalen in der Schweiz.
  • die praktische Anwendung der Daten als Grundlage für Betreuung und Beratung von Betrieben mit einem Klauengesundheitsproblem durch das Projektteam 

Die Daten (alle Diagnosen und Behandlungen) werden in der eigens dafür eingerichteten Datenbank, dem KlauenNet gesammelt. Jeder Landwirt kann hier die Daten seiner eigenen Herde einsehen, sich die Erkrankungshäufigkeiten, die Einzeltiergeschichte sowie verschiedene graphische Auswertungen anzeigen lassen. Diese Daten können erste Hinweise darauf geben, welche Art von Problem im

jeweiligen Betrieb vorliegt, und bilden die Grundlage für den Fokus des Betriebsbesuches, können aber auch zur Selbsteinschätzung genutzt werden.

Im Laufe der Projektzeit waren mehr als 65 Klauenpfleger und über 1'500 Betriebe beteiligt.


Und wie geht es weiter?

Klauengesundheit ist ein Langzeitprojekt und ein entscheidender Faktor für Tierwohl, Produktivität und Wirtschaftlichkeit. Entsprechend ist es nun das Ziel, die Wirkung des Projektes zu verstetigen und langfristig darauf aufzubauen.
Eine separate, zusätzliche Schulung für Projektklauenpfleger ist in Zukunft nicht mehr nötig: Die digitale Dokumentation ist mittlerweile Bestandteil der Ausbildung zum gewerblichen Klauenpfleger. Die Dokumentation der Klauenpflege ist in der Schweiz Pflicht - am besten digital! Die digitale Dokumentation der Befunde bei der Klauenpflege lohnt sich natürlich vor allem fachlich, aber auch finanziell: Für jeden übermittelten Datensatz (1 Kuh, 4 Gliedmassen) zahlen die Zuchtverbände auch weiterhin einen kleinen Betrag (30 Rappen/gepflegter Kuh) zur Entschädigung für den Dokumentationsaufwand aus. Dieser Betrag wird dem Tierhalter ausgezahlt, anschliessend kann dem Tierhalter vom Klauenpfleger für die Durchführung der digitalen Dokumentation in Rechnung gestellt werden und kommt so vom Tierhalter zum Klauenpfleger.


Zusätzlich gibt es jährlich Zuschüsse abhängig von der Gesamtzahl der gesendeten Datensätze:

  • 200 - 499 Datensätze: CHF 750.-
  • 500 - 999 Datensätze: CHF 1000.-
  • ab 1000 Datensätze: CHF 1250.-


Diese Zuschüsse werden zu Jahresende direkt an den jeweiligen Klauenpfleger ausgezahlt. Auch diese Finanzierung wird von den Schweizer Rindviehzuchtverbänden übernommen.
Die Kosten, die dem Klauenpfleger für Erwerb und Lizenzierung der Soft- und Hardware entstehen, sind so schnell wieder drin: Aktuell kostet die Software-Jahreslizenz (Sammelbestellung über die SKV) pro Jahr CHF 350.-.


Unsere Klauenpfleger arbeiten mit dem Programm KLAUE von dsp agrosoft und den Pokini Outdoor-Tablets. Die Erfassung erfolgt direkt am Klauenstand mit minimalem Aufwand. Ihr könnt die Tierlisten direkt vom Internet runterladen, den Arbeitsnachweis erstellen und die verschiedenen Auswertungen zur Klauengesundheit nutzen. Unter folgendem Link könnt ihr euch das Programm etwas genauer ansehen: https://www.dsp-agrosoft.de/produkte/klaue-dl/.

Handbuch KlauenNet
Handbuch KlauenNet.pdf (2.1MB)
Handbuch KlauenNet
Handbuch KlauenNet.pdf (2.1MB)


Eine Anleitung und ein Erklärvideo zum KlauenNet (zentrale Klauengesundheitsdatenbank mit Nutzeroberfläche) findet ihr hier:  >> Link zum Video


Aktuelle Ansprechpartner für Klauenpflegende

  • Bei allen Problemen rund um die Software helfen euch Klauenpfleger Michael Suter und Tierarzt Beat Berchtold weiter. Wenn die beiden nicht weiterwissen, können sie für euch den Kontakt direkt zu dsp in Deutschland herstellen.
  • Reparaturen, Kabel und neue Tablets gibt’s bei I-Bit pro.
  • Wenn es um die Ausbildung und die gewerbliche Klauenpflege geht, ist die SKV euer Ansprechpartner.
  • Und bei fachlichen Fragen wendet euch an eure Tierarztpraxis, die Bestandesmedizin der Vetsuisse Bern oder Rindergesundheit Schweiz.

Im Zweifel meldet euch einfach bei der SKV, hier leitet man euch gern an die richtige Stelle weiter! Die genauen Angaben sowie die Kontaktdaten findet ihr in dieser Übersicht: LINK pdf

Ansprechpersonen
Ansprechpersonen.pdf (72.85KB)
Ansprechpersonen
Ansprechpersonen.pdf (72.85KB)